Hochwasserschutz am Reeser Meer
Die Haffen’sche Landwehr entwässert als Vorfluter das gesamte
Deichhinterland zwischen Bislich und Rees und durchfließt dabei
den Landsockel zwischen Reeser Meer Nord- und Südsee. Bis zu
Rheinwasserständen von 14,70 mNN mündet die Haffen’sche
Landwehr mit Hilfe einer Schleuse in den Reeser Altrhein
und damit in den Rhein.
Bei Rheinwasserständen über 14,70 mNN wird die Schleuse zum Reeser
Altrhein geschlossen und das Wasser der Haffen’schen Landwehr über das
Pumpwerk in den Rhein gepumpt. Die Kosten für diesen technischen
Aufwand werden über die Deichschaugebühren an die Allgemeinheit
weitergegeben.
Seit 1996 hat sich die Situation dank der durch die Abgrabung
entstandenen Gewässer hier maßgeblich verbessert: Die Haffen’sche
Landwehr wird seither bei Hochwasser ins Reeser Meer entwässert,
das bis zu einer Höhe von 15,40 mNN angestaut werden darf. Erst
dann wird auf dem üblichen Wege in den Rhein gepumpt.
Die akute Bedrohung durch Hochwasser hat sich durch diese Maßnahme
entspannt. Durch das Reeser Meer – inklusive der Norderweiterung – steht
ein zusätzliches Retentionsvolumen von bis zu 5,8 Millionen Kubikmetern
zur Verfügung. Außerdem sind seit 1996 keine Pumpkosten mehr angefallen.
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