Großflächige Biotoplandschaften
Das Anlegen von großflächigen Biotopen anstelle einer alleinigen
Renaturierung der Seeuferbereiche gehört seit Mitte der 1980er Jahre zum
Standard an den Gewinnungsstätten der SUCO und wurde im Jahr 2006 auch von
der NKSB übernommen.
Drei Großbiotope gibt es bereits seit vielen Jahren im Diersfordter
Waldsee, im Brüggenhofsee und in dessen Erweiterung in Visselbruch-Jöckern.
Auch in der Norderweiterung des Reeser Meeres ist ein Großbiotop geplant. Die
Anlage eines weiteren großflächigen Biotopes ist derzeit im südlichen Teil des
Reeser Meeres im Gange. Sie steht im Zusammenhang mit der Genehmigung des
Abgrabungsgebietes der Haffenschen Weiden.
Ihren naturschutzfachlichen Wert erfahren diese Biotope zum einen durch
ihre abgeschiedene Lage: Es handelt sich meistens um Inseln oder störungsarme
Randgebiete zum Beispiel in der Nähe von Waldflächen. Zum anderen bieten sie
der Natur beste Möglichkeiten sich ungestört zu entwickeln. So kehren
Pflanzengesellschaften zurück, die für den Standort Rheinaue typisch sind,
aber auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung so gut wie nicht mehr
vorkommen. Diese seltenen Pflanzengesellschaften wiederum bieten Lebensraum für
allerlei seltene Tierarten.
In der Nähe des Diersfordter Waldsees entstand sogar ein regelrechter
Naturschutzgürtel, der sich von Diersfordt entlang des Waldrandes über die
Abgrabungen Diersfordter Waldsee, Brüggenhofsee, Visselbruch-Jöckern und
Bergerfurth bis zur Kreisgrenze erstreckt.
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