Großflächige Biotoplandschaften

Das Anlegen von großflächigen Biotopen anstelle einer alleinigen Renaturierung der Seeuferbereiche gehört seit Mitte der 1980er Jahre zum Standard an den Gewinnungsstätten der Holemans Niederrhein GmbH.

Drei Großbiotope gibt es bereits seit vielen Jahren im Diersfordter Waldsee, im Brüggenhofsee und in dessen Erweiterung in Visselbruch-Jöckern. Eine viertes Biotop mit einer Vogelinsel befimdet sich im Aufbau. Auch in der Norderweiterung des Reeser Meeres ist ein Großbiotop geplant. Die Anlage einer weiteren großflächigen Biotop-Lagune wurde 2013 im südlichen Teil des Reeser Meeres abgeschlossen. Sie steht im Zusammenhang mit der Genehmigung des Abgrabungsgebietes des Gebietes der Haffenschen Weiden auf der gegenüberliegenden Seeseite.

Ihren naturschutzfachlichen Wert erfahren diese Biotope zum einen durch ihre abgeschiedene Lage: Es handelt sich meistens um Inseln oder störungsarme Randgebiete zum Beispiel in der Nähe von Waldflächen. Zum anderen bieten sie der Natur beste Möglichkeiten sich ungestört zu entwickeln. So kehren Pflanzengesellschaften zurück, die für den Standort Rheinaue typisch sind, aber auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung so gut wie nicht mehr vorkommen. Diese seltenen Pflanzengesellschaften wiederum bieten Lebensraum für allerlei seltene Tierarten.

In der Nähe des Diersfordter Waldsees entstand sogar ein regelrechter Naturschutzgürtel, der sich von Diersfordt entlang des Waldrandes über die Abgrabungen Diersfordter Waldsee, Brüggenhofsee, Visselbruch-Jöckern und Bergerfurth bis zur Kreisgrenze erstreckt.

Erfahren Sie mehr über die Anlage eines Biotops und über die besondere Bedeutung von Großbiotopen.