Fossile Funde im Kieswerk Schwegermoor

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Freuen sich über die Funde: Dr. Patrick Chellouche (Museum am Schölerberg) und Dr. Tobias Fischer (TERRA.vita).

Experten bewerten fossile Funde als "Glückstreffer".

Hunteburg | Die Mitarbeiter der HKS GmbH, eines Unternehmens der Holemans Gruppe, haben bei Gewinnungsarbeiten im Kieswerk Schwegermoor bei Bohmte fossile Überreste steinzeitlicher Säugetiere gefunden. Es handelt sich um den Backenzahn eines Mammuts und den Oberarmknochen eines Wollnashorns. Die Funde wurden durch die Geologen des Geoparks Terra.vita und des Museums am Schölerberg gesichtet und auf ein Alter von circa 150.000 Jahren datiert.

Die HKS GmbH hat die Funde an das Naturkundemuseum übergeben. Hier werden sie in die paläontologische Sammlung eingegliedert und für konservatorische und wissenschaftliche Arbeiten verwendet. Später sollen sie in die neu gestaltete Dauerausstellung des Museums am Schölerberg aufgenommen werden.

Die Geologen Dr. Patrick Chellouche (Museum am Schölerberg) und Dr. Tobias Fischer (Geopark TERRA.vita) bezeichnen den Fund als "wahren Glückstreffer" und dankten der HKS GmbH für das "geistesgegenwärtige Bergen der Objekte und die rasche Banachrichtigung der offiziellen Behörden". Gleichzeitig warnen sie Hobbyarchäologen vor unerwünschten Erkundungstouren: "Der Abbau-See befindet sich auf privatem Grund, Betreten und Sammeln sind strengstens verboten und können lebensgefährlich sein, insbesondere da sich die Fundschicht in einer Wassertiefe von circa 25 Metern befindet. Die höher liegenden Schichten sind fossilfrei."

> Mehr über die fossilen Funde

NDR-Bericht vom 3. 2. 2020 zu den steinzeitlichen Funden

Foto: Lisa Heyn, Museum am Schölerberg

 

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